Artikel-Schlagworte: „Agrar“
Deutschen Landwirten fehlen 1500 Auszubildende
Qualifizierte Beschäftigte für größere Betriebe gesucht.
Der deutschen Landwirtschaft fehlen derzeit 1500 Auszubildende. “Die Betriebe werden größer. Dafür brauchen wir stärker qualifizierte Beschäftigte”, sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, im Vorfeld der Grünen Woche den Dortmunder “Ruhr Nachrichten”. Kritik an den Großbetrieben wies Rukwied zurück. Von industrieller Landwirtschaft könne in Deutschland keine Rede sein, sagte er. “Die deutsche Landwirtschaft ist durch mittelständische, familiengeführte Betriebe geprägt.” Die Grüne Woche in Berlin beginnt am Freitag und geht bis zum 27. Januar. 
Auzubildende in der Landwirtschaft gesucht (AFP)
Deutschland hält an Tests auf Rinderseuche BSE fest
Testalter der Tiere soll angehoben werden.
In Deutschland soll geschlachtetes Rindfleisch auch weiterhin systematisch auf die Rinderseuche BSE getestet werden. “Die Pflicht zu systematischen und verbindlichen Tests bleibt bestehen”, teilte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) mit. Ihr Ministerium halte aus “Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes” an den bundesweiten Kontrollen fest. Den Angaben zufolge soll künftig aber erst Fleisch geprüft werden, das von Rindern stammt, die 96 Monate oder älter waren. Bisher lag das Testalter bei 72 Monaten.
Deutschland testet Rinder weiter auf BSE (AFP)
Bauernpräsident: Tierschutz ist nur wenigen wichtig
Kritik an Tierhaltung in Landwirtschaft zurückgewiesen.
Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied geht davon aus, dass der Tierschutz in der Landwirtschaft nur für wenige Verbraucher ein entscheidendes Kaufkriterium ist. Den meisten Konsumenten komme es darauf an, “dass ihnen das Fleisch schmeckt, dass es also zart, saftig und bezahlbar ist”, sagte Rukwied der “Süddeutschen Zeitung”. “Allenfalls ein kleiner Teil der Konsumenten ist laut zahlreichen einschlägigen Studien dafür empfänglich, wenn mit einem besonders hohen Tierschutz geworben wird. Und auch nur dieser kleine Teil ist bereit, dafür mehr Geld auszugeben.”
Milchkühe in Mecklenburg-Vorpommern (AFP)
Schweinemett mit antibiotikaresistenten Keimen belastet
Stichprobe: Antibiotikaresistente Keime in Schweinemett.
Deutschland liegt beim Einsatz von Antibiotika in der Tiermast weit vorn in Europa: Etwas mehr als 170 Milligramm pro erzeugtes Kilogramm Fleisch werden hierzulande jährlich verabreicht, wie der BUND in seinem “Fleischatlas” schätzt. Einer Stichprobe der Grünen zufolge ist etwa frisches Schweinemett oft mit Keimen belastet, die gegen Antibiotika resistent sind.
Schweinemett mit Keimen belastet (AFP)
Deutsche Landwirte halten mehr Schweine
Tierbestand 2012 im Jahresverlauf weiter gestiegen.
Deutschlands Bauern und Agrarbetriebe haben 2012 zum Jahresende mehr Schweine gehalten. Der Bestand habe sich zum Stichtag Anfang November auf 28,3 Millionen Tiere belaufen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Dies habe einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Frühjahrsmonat Mai entsprochen. Der Schweinebestand sei weiter gestiegen. Gleichzeitig sei aber die Zahl größerer Betriebe mit mehr als 50 Schweinen oder mehr als zehn Zuchtsauen um 1,7 Prozent zurückgegangen.
Schweinebestand in Deutschland weiter gestiegen (AFP)
Thailand ist nicht mehr weltgrößter Reisexporteur
Preissteigerung wegen Preisgarantie der Regierung.
Thailand ist nicht mehr der weltweit größte Exporteur von Reis. Nach 31 Jahren habe das Land 2012 seine Spitzenposition verloren, sagte der Präsident des Verbandes der Reisexporteure, Chookiat Ophaswongse. 
Reisbauer in Südthailand (AFP)
Verband: Weihnachtsbäume werden dieses Jahr nicht teurer
Branche rechnet mit Preisen auf Niveau von 2011.
Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr nach vorläufigen Schätzungen der Holzindustrie in etwa genauso viel kosten wie 2011. Da die klimatischen Bedingungen gut gewesen seien und es keine Stürme gegeben habe, “können die Preise stabil bleiben”, sagte eine Sprecherin des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) in Bad Honnef. Im vergangenen Jahr gaben die Haushalte nach Angaben des Verbandes im Schnitt 17,30 Euro je Baum aus.
Weihnachtsbaum vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (AFP)
Aigner ruft Milchbauern zum Zusammenschluss auf
Branche klagt über zu niedrige Preise für ihr Produkt.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat die deutschen Milchbauern aufgerufen, sich im Kampf um höhere Preise für ihr Produkt enger zusammenzuschließen. “In Deutschland könnte die gesamte Milch für die privaten Molkereien in einer Hand gebündelt werden”, sagte Aigner in Brüssel am Rande von Beratungen der EU-Agrarminister. So sei es den Bauern möglich, gegenüber den Abnehmern eine stärkere Marktmacht zu erreichen.
Aigner: Milchbauern sollten sich zusammenschließen (AFP)
Bauern demonstrieren in Brüssel gegen Milchpreise
Traktoren steuern Platz vor Europaparlament an.
Hunderte Milchbauern aus mehreren EU-Mitgliedsländern haben in Brüssel gegen die ihrer Ansicht nach zu niedrigen Preise protestiert. Mit rund 800 Traktoren fuhren sie nach Angaben der Veranstalter auf den zentralen Luxemburg-Platz vor dem Europaparlament. Die Bauern kamen vor allem aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
Bauernproteste gegen niedrige Milchpreise (AFP)
Allianz soll auf Nahrungsmittel-Spekulationen verzichten
Unternehmen dementiert Handel mit Agrarrohstoffen.
Die Hilfsorganisation Oxfam und das globalisierungskritische Netzwerk Attac haben den Versicherungskonzern Allianz aufgefordert, auf Spekulationen mit Nahrungsmitteln zu verzichten. Aktivisten der beiden Organisationen demonstrierten in Berlin vor den Allianz Treptowers. Die derzeit hohen Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais und Weizen seien ohne den Faktor Spekulation nicht zu erklären. Versichern gehe auch ohne “das Zocken mit Nahrungsmitteln”. Ein Sprecher der Allianz in München betonte, der Konzern lege keine Versichertengelder in Agrarrohstoffe an.
Allianz soll auf Nahrungsmittel-Spekulationen verzichten (AFP)